Hansdampf in allen Gassen

Die Innovation:

Die 2015 gegründete navitas Umweltservice GmbH bietet komplexe Dienstleistungen in den Bereichen Reinigungstechnik und Entsorgung. Zentrales Geschäft ist der Betrieb eines mobilen Reinigungscontainers, der zur Anlagenrevision in der Industrie oder zur Reinigung von Antriebskomponenten an Bord von Schiffen eingesetzt wird.

Derzeit befasst sich das Unternehmen mit der Entwicklung eines speziellen Reinigungsfahrzeugs zur Gehwegreinigung. Ziel ist, das eingesetzte Reinigungswasser möglichst vollständig wieder aufzufangen und in einem geschlossenen Kreislauf an Bord aufzubereiten. Darüber hinaus soll es mittels einer integrierten Roboterlösung via Heißdampf möglich sein, nicht nur Straßenschmutz sondern auch bislang aufwändig manuell zu entfernende Kaugummireste vollautomatisch zu beseitigen. Die Erkennung der Kaugummireste soll dabei über eine automatische Bilderkennung erfolgen, wobei die Herausforderung – nach Einschätzung des Experten – in der Programmierung der zugehörigen Software liegt. Eine manuelle Eingriffsmöglichkeit durch den Bediener in Kombination mit einer Monitoranzeige wäre ebenfalls denkbar. Alternativ könnte auch die gesamte Fläche gereinigt werden. Die Kaugummireste würden so einfach mit entfernt – ganz ohne spezielle Detektion.

Im Rahmen des Projekts benötigt das Unternehmen neutrale Expertise zur Bewertung der Entwicklungsarbeit und der Umsetzungsmöglichkeiten sowie wissenschaftliche Unterstützung für erste Testreihen. Darüber hinaus wird ein Kooperationspartner für die Konstruktion gesucht.

Die Kooperation:

Im Rahmen des Wissens- und Technologietransferprojekts ARTIE unterstützt das Transferzentrum Elbe-Weser kleine und mittlere Unternehmen bei anwendungsorientierten Entwicklungsvorhaben – so auch die Firma navitas.
Zur Bewertung des Vorhabens vermittelte das Transferzentrum eine Beratung mit einem Experten der Hochschule Bremerhaven. Auch für Vorabtests, um das geeignete Layout zu finden, steht die Hochschule zur Verfügung.

Hinsichtlich der Konstruktion organisierte das Transferzentrum ein Treffen mit der Firma Ott Fahrzeugbau aus Verden. Das Unternehmen aus der ARTIE-Region ist auf die kundenspezifische Fertigung von Nutz-, Sonder- und Kommunalfahrzeugen aller Art spezialisiert und zeigt Interesse an einer Entwicklungskooperation.