Menschliche Antikörper, Dreikamera-Endoskop und Ausbildungsplatz-Dating: Drei Innovationsprojekte erhalten Preis des Innovationsnetzwerks Niedersachsen

Dr. Gabriele Heinen-Kljajić, Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, und Olaf Lies, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, haben am 24.4.2017 auf der Hannover Messe drei innovative Kooperationsprojekte aus Braunschweig, Oldenburg und dem Landkreis Hildesheim mit dem Preis des Innovationsnetzwerks Niedersachsen ausgezeichnet:

1. Platz: YUMAB GmbH (Braunschweig) und Technische Universität Braunschweig für die Entwicklung rein menschlicher Antikörper.
Diese therapeutischen Antikörper können als Wirkstoffkandidaten gegen Krebs, Infektions- und Autoimmunkrankheiten eingesetzt werden.  Die YUMAB GmbH ist eine Ausgründung der Technischen Universität Braunschweig. Bei der Entwicklung der Antikörper kann die YUMAB auf eine Plattform-Technologie zurückgreifen, die maßgeblich an der Universität entstanden ist.

2. Platz: AXIOS 3D Services GmbH (Oldenburg) und Jade Hochschule (Wilhelmshaven) für die Entwicklung eines Dreikamera-Endoskops.
Das Endoskop liefert hochauflösende 3D-Daten aus dem Inneren des Körpers. Außerdem ermöglicht es eine Überlagerung der Bilder mit CT- oder MRT-Daten während einer Operation. Die AXIOS 3D Services GmbH hat sich vor mehr als 15 Jahren aus dem Institut für Angewandte Photogrammetrie und Geoinformatik der Jade Hochschule ausgegründet. Seitdem besteht eine enge Kooperation.

3. Platz: Kooperative Gesamtschule Gronau (Gronau), Industrieverein Alfeld – Region e.V. (Alfeld), Greenmark IT GmbH (Alfeld), Region Leinebergland e.V. und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hildesheim Region mbH für die Entwicklung einer Plattform für Ausbildungsplätze und Praktika in der Region Leinebergland.
Die Plattform vernetzt die Schülerinnen und Schüler mit Ausbildungsbetrieben in der Region. Um junge Menschen in der ländlich geprägten Region zu halten, ziehen Schulen, Wirtschaft und Verwaltung an einem Strang.

Die Schirmherren des Preises, Minister Lies und Ministerin Heinen-Kljajić, sind sich einig: „Der Innovationspreis steht für gelungenen Wissens- und Technologietransfer in Niedersachsen. Die damit ausgezeichneten Kooperationsprojekte zeigen, dass es sich lohnt, Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenzubringen.“

Dr. Susanne Schmitt, Vorsitzende des Innovationsnetzwerks Niedersachsen, betont: „Gemeinsam mit Partnern an neuen Produkten und neuen Dienstleistungen zu arbeiten, erfordert neben Fachkenntnissen auch Vertrauen, Methodenkenntnisse und Wissen über Fördermöglichkeiten. Unser Ziel ist, die Zusammenarbeit von kleinen und mittleren Unternehmen mit Partnern aus der Wissenschaft zu stärken. Denn so können sich Innovationen besonders gut entwickeln.“

Das Innovationsnetzwerk Niedersachsen ist ein Zusammenschluss von 275 Einrichtungen der niedersächsischen Innovations- und Wirtschaftsförderung. Mit dem Preis des Innovationsnetzwerks Niedersachsen werden seit 2016 jährlich Kooperationsprojekte zwischen kleinen Unternehmen, Wissenschaft und Wirtschaftsförderung prämiert.

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