Virtual Reality - Digitaler Wandel im ländlichen Raum

Wirtschaftsfördergesellschaft mbH für Stadt und Landkreis Lüneburg (WLG), Museum Lüneburg und mobfish GmbH
Projektleiterin Heike Düselder und Netzwerkkoordinatorin Melanie Meyer (Museum Lüneburg) mit Koordinator und Filmproduzent Frederick Wockenfuß (mobfish) bei der Präsentation des Protoyps der VR-Brille auf der Museumsterrasse.
Projektleiterin Heike Düselder und Netzwerkkoordinatorin Melanie Meyer (Museum Lüneburg) mit Koordinator und Filmproduzent Frederick Wockenfuß (mobfish) bei der Präsentation des Protoyps der VR-Brille auf der Museumsterrasse.

Das Projekt:

Die Digitalisierung benötigt eine leistungsfähige Breitbandinfrastruktur, aber auch Akzeptanz durch Anwendungen. Im Projekt „Virtual Reality  - Digitaler Wandel im ländlichen Raum“ hat sich eine regionale Museumslandschaft mit ähnlichen Sammlungen und Themen mit einem Startup-Unternehmen für digitale Vermittlungsformate verbunden, um ein gemeinsames Virtual Reality-Angebot zu schaffen.

Professionelle Museumsfachleute und ehrenamtliche Museumsleiter*innen, Programmierer und zahlreiche weitere externe Fachleute erarbeiten gemeinsam mit VR-Spezialisten sechs Themenwelten zum Thema „Mensch und Natur“, die unter Einsatz von VR-Brillen Geschichte lebendig werden lassen. Das VR-Angebot, das in dreizehn Museen in der Region zum Einsatz kommt, wird neue und vor allem junge Besuchergruppen anziehen und die regionale Museumslandschaft als attraktiven Lernort herausheben. Der Innovationsgrad wird durch den Einsatz von VR zur Wissensvermittlung sofort erkennbar.

Ziel des Projekts ist es, mittels VR-Technik die Zukunftsfähigkeit auch von kleineren Museen zu verbessern und attraktive, moderne Arbeitsplätze beziehungsweise Möglichkeiten zur Gestaltung vom Ehrenamt zu schaffen. Damit soll das kulturelle Angebot in der ländlichen Region gestärkt werden.

Das Konzept kann beispielhaft für andere Regionen angewandt werden. Zudem wirkt es branchenübergreifend, da Museumspädagogen und Programmierer gemeinsam an Konzept und Umsetzung mitwirken. Weitere Anwendungsmöglichkeiten im Bildungsbereich und in Wirtschaftsunternehmen sind naheliegend. Das Projekt wird von der regionalen Wirtschaft mit Interesse wahrgenommen und gefördert.

Die Kooperationsgeschichte:

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WLG) war Initiator des Projektes. Sie organisierte am 6.4.2017 in Lüneburg den Workshop "Hands on 360°" gemeinsam mit der nordmedia. Dabei gelang es, aus dem Konzept des Museums Lüneburg und dem Know-how von VR-Entwicklern ein gemeinsames Projekt zu kreieren und umzusetzen. Es wurde anlässlich der LÜNALE 2017 vorgestellt. Dadurch entstand der Kontakt zur Familie dbl Marwitz aus Lüneburg, der Stelle für Soziale Innovation beim örtlichen AV und dem Amt für regionale Landesentwicklung, aus dem sich eine Fördermaßnahme entwickelte. Antragsstellung und Umsetzung des Projekts wurden durch die ESF-Richtlinie „Soziale Innovation“ begleitet. Die Anzahl der beteiligten Partner und die Zukunftsorientierung des Projektes führen bereits jetzt zu einer starken medialen Wahrnehmung.

Weitere Projektpartner:

  • Archezentrum Amt Neuhaus
  • Archäologisches Museum Oldendorf
  • Archäologisches Zentrum Hitzacker
  • Biosphaerium Elbtalaue Schloss Bleckede
  • Deutsches Ameisen-Erlebnis-Zentrum
  • Elbschifffahrtmuseum Lauenburg
  • Fischereimuseum Hohnstorf
  • Freilichtmuseum am Kiekeberg, Rosengarten
  • Gildehaus Bardowick
  • Museum Hitzacker
  • Museum im Marstall, Winsen (Luhe)
  • Walderlebnis Ehrhorn 
  • Unterstützer: Familie dbl Marwitz