Wo druckt der Schuh?

Die Innovation:

Die Kooperationspartner fanden im Rahmen eines Digitalisierungsprojekts bei einem Orthopädieschuhmachermeister zueinander. Das Projekt soll die Herstellung von Orthesen (orthopädische Einlagen für Schuhe) deutlich vereinfachen und vor allem standardisieren. Ziel der Entwicklung ist die Einführung eines digitalen betrieblichen Vorschlagwesens in ein bereits vorhandenes webbasiertes Befundungstool.

Durch die Eingabe anatomischer, physiologischer, pathologischer und weiterer Eigenschaften wie Herkunft, Alter und Geschlecht des Patienten erfolgt zukünftig eine automatische Einlagenempfehlung mit Angaben zu Form, Ausführung sowie Spezifizierung der Druck- und Entlastungspunkte und zum Material. Mit diesen Daten wird der verantwortliche Mitarbeiter informiert und die Fräsmaschine zur Herstellung der Orthesen angesteuert. Die Orthesen sollen darüber hinaus zukünftig mittels 3D-Druck erzeugt werden können. Hierzu laufen bereits entsprechende Versuche gemeinsam mit der Hochschule Osnabrück. Das Projekt wird gefördert durch das Programm „Niedrigschwellige Innovationsförderung für KMU und Handwerk“ der NBank.

Die Kooperation:

Das Projekt wurde ermöglicht durch die Innovationsberatung der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim. Diese gab den Anstoß zur Entwicklung und war verantwortlich für die Beratung und Begleitung des Förderantrags.

Die Innovationsberatung informierte die Firma REW Regenerative Energie Wirtschaftssysteme GmbH auch über die aktuellen Förderprogramme zum Thema Innovationsförderung. Dabei wurden mögliche Innovationsthemen identifiziert und das geeignete Programm ausgewählt. Auch die Antragstellung erfolgte mit umfassender Unterstützung. Das letztlich ausgewählte Förderprogramm beinhaltet eine Begutachtung des eingereichten Antrags durch eine Gutachterrunde im Auftrag der NBank. Eine Vertreterin der Innovationsberatung war als Gutachterin Teil dieser Runde und agierte dort als Vertreterin des Betriebs. Sie stellte das Projekt vor und beantwortete alle auftretenden Fragen. Nach einem positiven Bescheid begleitete sie den Betrieb durch den kompletten Projektverlauf, inklusive der Kontaktpflege zur Hochschule Osnabrück und zu den geeigneten Beratern.