Eine ergreifende Lösung

FORMHAND Automation GmbH
Die Abbildung zeigt den FORMHAND-Greifer, der verschiedene Objekte ohne Greiferwechsel oder Rekonfiguration handhabt.

Das Projekt:

Die Innovation in diesem Projekt stellt einen komplett neuen Ansatz zur industriellen Handhabung dar. Die neuartige Lösung von FORMHAND besteht im Einsatz flexibler Elemente in der starren Welt der Handhabung. Durch die Kombination Granulat-gefüllter Kissen mit einem Niederdruckflächensauger ist eine Innovation entstanden, die eine unerreichte Flexibilität aufweist, wobei das Granulat für die Anpassungsfähigkeit des Greifers sorgt (siehe Abbildung).

In Pilotprojekten mit den Projektpartnern wurden die FORMHAND-Greifer in bestehende Prozesse integriert. So konnte beispielsweise in einem Presswerk für einen Abstapelprozess verschiedener Bauteile statt üblicherweise drei verschiedener Greifer nur ein einziger genutzt werden. Neben dieser deutlichen Einsparung konnten auch die einfachere Bedienung und die gesteigerte Ergonomie überzeugen. Da sich die positiven Erfahrungen in anderen Pilotprojekten auch auf weitere Branchen wie (Intra-)Logistik oder Lebensmittelverarbeitung übertragen lassen, wird das neuartige Konzept zukünftig einen großen Impact auf die industrielle Handhabung haben.

Bedeutung für die niedersächsische Wirtschaft:

Die FORMHAND Automation GmbH ist in Braunschweig ansässig und schafft als Hightech-Startup vor dem Hintergrund des steigenden Automatisierungslevels in der Industrie Arbeitsplätze für die Wirtschaftsregion. Zielgruppe sind alle Unternehmen, die teil-/automatisierte Handhabungssysteme einsetzen oder zukünftig einsetzen wollen – meist Unternehmen aus dem produzieren Gewerbe (Automobilhersteller, Blech- und Kunststoffverarbeiter) und aus der Logistik. Aktuell fokussiert FORMHAND die verschiedenen Anwendungen (Montage, Karosseriebau, Presswerk und Intralogistik) der Fahrzeughersteller, da durch die hohe Anpassungsfähigkeit der FORMHAND-Greiferkissen bis zu 70 Prozent der vorhandenen Greifer bei den Kund*innen eingespart werden können.

Der Aufwand für Planung und Inbetriebnahme lässt sich aufgrund des vereinfachten Handhabungskonzeptes ebenfalls reduzieren. Und auch auf teure Infrastruktur zur Lagerung der Greifer kann verzichtet werden. Durch die Steigerung der Effizienz können die Produktions- und Logistikprozesse bei den FORMHAND-Kunde*innen an vielen Punkten verschlankt und damit Arbeitsplätze gesichert werden.

Projektpartner:

  • EXIST Forschungstransfer (Phase II, BMWi/PtJ)
  • Volkswagen (Wolfsburg, Braunschweig, Emden)
  • Volkswagen Nutzfahrzeuge Hannover
  • Volkswagen Konzernlogistik
  • Dressler Automation Holding GmbH - Investor
  • Technische Universität Braunschweig, IWF
  • Open Hybrid LabFactory e.V. Wolfsburg