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März 2020

Niedersachsens Sofort-Hilfe Programm für Unternehmen startet

Niedersachen ist eines der ersten Bundesländer, dass ein umfangreiches Hilfprogramm für niedersächsische Unternehmen bereit gestellt hat. Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann hat hierfür schnellstmöglich eine Richtlinie erstellen und die erforderlichen Mittel bereit stellen lassen. Eine Antragstellung ist ab sofort online bei der NBank möglich.

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Übersicht über Hilfsangebote auf Landes- und Bundesebene

Die NBank hat in einem pdf für Unternehmer*innen alle Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen zur CoronaKrise auf Landes- und Bundesebene zusammengefasst. Hier finden Sie eine gute kurze Übersicht und alle weiteren Links.

Welche Hilfen bietet das Land über die NBank?

  • Krediten für kleine und mittlere Unternehmen
  • Zuschüsse für Klein- und Kleinstunternehmen
  • Bürgschaften über die Niedersächsische Bürgschaftsbank (NBB)

Welche Hilfen bietet der Bund über KfW und Arbeitsagenturen?

  • Kreditprogramme der KfW mit Haftungsfreistellung
  • Kurzarbeitergeld
  • Stundung von Sozialbeiträgen
  • Steuerliche Maßnahmen
  • Zuschüsse für Unternehmensberatung
  • Geplante Änderungen bei den Insolvenzantragspflichten

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Hilfsangebote für Unternehmen in der Corona-Krise

Um kleine und mittlere Unternehmen bei temporären Umsatzrückgängen durch COVID-19 zu unterstützen, werden auf Landes- und Bundesebene verschiedene Hilfsangebote geschaffen. Doch wo und wie gibt es die Hilfe? 

Unterstützung vom Land Niedersachsen

Die niedersächsische Landesregierung schafft kurzfristig verschiedene Liquiditätshilfen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Diese werden ausschließlich über die NBank abgewickelt und die betroffenen Unternehmen müssen keine Sicherheit erbringen. Eine Antragstellung ist ab dem 25.3.2020, 15 Uhr im Kundenportal der NBank möglich.

Geplant sind zwei Förderprogramme für KMUs in Niedersachsen. Das erste Programm umfasst einen Kredit zur Liquiditätshilfe, bei dem bis zu 50.000 Euro zur Verfügung stehen. Im zweiten Programm können Soloselbstständige Kleinst- und Kleinunternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten einen einmaligen Liquiditätszuschuss von bis zu 20.000 Euro beantragen. Dazu zählen auch Startups, die jünger sind als fünf Jahre. Voraussetzung ist in beiden Fällen ein tragfähiges Geschäftsmodell sowie eine positive Einschätzung der Unternehmensentwicklung. Der Zuschuss ist gestaffelt nach der Anzahl der Betriebsangehörigen:

  • bis fünf Beschäftigte: 3.000 Euro
  • bis zehn Beschäftige: 5.000 Euro
  • bis 30 Beschäftigte: 10.000 Euro
  • bis 49 Beschäftigte: 20.000 Euro

Eine weitere Möglichkeit ist der Antrag einer Bürgschaft über die Niedersächsische Bürgschaftsbank (NBB). Das Land hat seinen Bürgschaftsrahmen auf 3 Milliarden Euro erhöht und stellt diese fast allen Branchen in Form von Hausbankkrediten über die NBB zur Verfügung. Die Größenordnung reicht hierbei von bis zu 2,5 Millionen Euro, davon bis zu 240.000 Euro im Expressverfahren.

Unterstützung vom Bund

Da die Förderbeträge oftmals nicht ausreichen, ist es grundsätzlich möglich verschiedene Unterstützungsangebote miteinander zu kombinieren. So bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) weitere umfangreiche Hilfsangebote an. Die Vergabe der Förderprogramme läuft über ein Hausbankverfahren, sodass als Ansprechpartner alle Banken, Sparkassen und genossenschaftlich organisierten Kreditinstitute dienen.

Neben einem Unternehmerkredit bietet die KfW auch den ERP-Gründerkredit für Existenzgründer*innen und junge Unternehmen bis zu fünf Jahre an. Bei den Krediten von bis zu 100.000 Euro übernimmt die EU 80 Prozent des Haftungsrisikos.

Zudem hat der Bund am 23.3.2020 ein Soforthilfe-Zuschussprogramm für Kleinstunternehmer*innen (bis max. 10 Beschäftigte), Angehörige der Freien Berufe und Soloselbständige beschlossen. Das Programm hat folgende Eckpunkte:

  • Bis 9.000 Euro Einmalzahlung für drei Monate bei bis zu fünf Beschäftigten (Vollzeitäquivalente)
  • Bis 15.000 Euro Einmalzahlung für drei Monate bei bis zu zehn Beschäftigten (Vollzeitäquivalente)

Noch in dieser Woche entscheiden der Bundestag und der Bundesrat über das Programm, sodass es bald starten kann. Die Mittel sollen über die Länder bereitgestellt werden. In Niedersachsen übernimmt das die NBank. Der Soforthilfe-Zuschuss kann ergänzend zum Landeszuschuss beantrag werden. Allerdings muss ein entsprechender Bedarf begründet werden, sodass keine Überförderung stattfindet.

Die NBank hat eine Übersicht der aktuellen Hilfsangebote auf Bundes- und Landesebene erstellt.

Wirtschaftsministerium sagt Startups Unterstützung zu

Althusmann: „Junge Unternehmen durch schwierige Phase bringen“

Um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Epidemie auf junge Unternehmen abzufedern, nimmt Niedersachsen explizit die Startups in den Blick. Als Teil der geplanten Soforthilfen für die niedersächsische Wirtschaft stehen fünf Millionen Euro für die speziellen Bedarfe der Startups bereit.

Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann: „Startups verwirklichen innovative Geschäftsideen und sind deshalb volkswirtschaftlich besonders relevant. Weil diese jungen Unternehmen jedoch häufig nur mit geringem Startkapital gegründet wurden, noch geringe Umsätze machen und zugleich auf Wagniskapital angewiesen sind, ist die Corona-Epidemie für sie in besonderem Maße existenzgefährdend. Hier wollen wir schnell und unbürokratisch helfen. Mit 5 Millionen Euro Soforthilfen geben wir Startups die Möglichkeit, diese wirtschaftlich schwierige Zeit zu überbrücken.“

Mit dieser Maßnahme greift Wirtschaftsminister Althusmann eine Initiative des startup.niedersachsen Beirats auf, der bereits am 12.3.2020 mit Unterstützung des Marktforschungsinstituts CURTH+ROTH eine umfangreiche Studie initiierte, die die Auswirkungen von COVID-19 auf Startups in Niedersachsen erhebt und verdeutlicht. Diese Studie zeigt unter anderem, dass 66 Prozent der Startups in Niedersachsen sich durch die Corona-Krise schon jetzt in ihrer Existenz bedroht sehen und innerhalb der nächsten sieben Wochen Hilfe benötigen, um zu überleben.

Die Corona-Krise sorgt für Unterbrechungen in der Lieferkette, verspätete oder gar entfallene Umsätze sowie Ausfall von Personal. Darüber hinaus kommt es zu Verzögerungen in der Produktentwicklung. Gerade die Entwicklung innovativer Produkte ist jedoch die Kerntätigkeit von Startups. Diese Negativspirale verhindert oder erschwert Anschlussfinanzierungen erheblich. Startups verfehlen ihre Umsatz- und Entwicklungspläne, verbrauchen jedoch weiterhin Kapital und eingeworbene Liquidität. Hier will das Wirtschaftsministerium ansetzen und die spezifischen Bedarfe der Startups und Wachstumsunternehmen adressieren.

Die Antragstellung für Hilfen aus dem Fonds soll möglichst unbürokratisch erfolgen. Wird ein Antrag positiv beschieden, soll die Auszahlung kurzfristig erfolgen.

Über den Beirat startup.niedersachsen

Der startup.niedersachsen Beirat ist ein Gremium bestehend aus (Digital-)Unternehmer*innen, Business Angels, Gründer*innen sowie der Wissenschaft des Landes Niedersachsen, die sich für die regionale Startup-Szene engagieren. Aufgabe des Beirats ist es, die Initiativen zur Förderung des Startup-Standorts Niedersachsen fachlich zu begleiten, Impulse zu geben, die landesweite Vernetzung der Gründungsszene zu fördern.

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Unternehmensübergreifende Innovationen im Wandel

Das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) hat eine Studien zum Thema "Unternehmensübergreifende Innovationen im Wandel: Eine Chance für mittelständische Unternehmen?" veröffenlicht. Ausgehend davon ,dass mittelständische Unternehmen heute vermehrt unternehmensübergreifend innovieren, zeigt die Studie Auslöser, Funktionsweisen und Herausforderungen dieser gemeinsamen Innovationsentwicklung.

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Sie können digital? Dann bewerben Sie sich als Digitaler Ort!

Eine Vielzahl unterschiedlicher Initiativen trägt tagtäglich zum Gelingen der Digitalisierung in Niedersachsen bei. Damit dieses außerordentliche Engagement der Akteure zukünftig stärker in den Fokus gerückt wird, hat das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung die Auszeichnung „Digitale Orte Niedersachsen“ ins Leben gerufen. Der nächste Stichtag ist der 15.5.2020.

Quelle: Digitalagentur Niedersachsen

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